100 Jahre SV der Züchter des Brakelhuhnes und Zwergbrakelhuhnes

Gründung

Am 10. Oktober 1907 wurde in Bremen der "Club Deutscher Brakelzüchter" ins Leben gerufen. In der Nr. 45 des "Norddeutschen Geflügelhof" vom 06. November 1907 erschien dazu unter "Vereinsberichte" folgender Artikel:

Brakel-Züchter-Klub.

Gelegentlich der Junggeflügelschau in Bremen hatten sich eine Anzahl Züchter der belgischen Silber-Brakel am Sonntag, den 06. d. Mts. Okt. zusammengefunden, zur Gründung einer Vereinigung. Es waren erschienen die Herren Pastor Schmidt = Bockhorn, Gustav Eschen = Bremerhaven, H. Meyer = Wörpedorf, H. Grabau = Wörpedorf, H. Angelbeck = Halden Amt Dielingen, H. Meyer = Angelse bei Leeste, A. Oetken = Delmenhorst. Ferner hatten schriftlich ihre Bereitwilligkeit zum Beitritt angezeigt die Herren G. Blechschmidt = Meißen, Witthüser = Weitmar Kreis Bochum, Jakob Kruse = Südlohne in Oldbg., G. W. Schöps = Döschnitz bei Schwarzburg, so daß die Vereinigung mit 11 Mann ins Leben gerufen werden konnte. Als Vorstands­mitglieder wurden gewählt die Herren: G. Eschen, Rechtskonsulent, Bremerhaven, Vorsitzender; Pastor Schmidt = Bockhorn, Schriftführer; Tischler­meister H. Meyer = Wörpedorf, Kassierer.

Bei Durchberatung der Satzungen wurde beschlossen, das Geschäftsjahr vom 1. Oktober bis 30. September laufen zu lassen und einen Jahresbeitrag von 3 Mk. zu erheben. Mitglieder, welche bis zum 1. Januar 1908 ihren Beitritt erklären, sind von Zahlung eines Eintrittsgeldes befreit, später soll 1 Mk. Eintrittsgeld erhoben werden. Auch der Standard wurde festgelegt und in einigen Punkten der bisher übliche berichtigt bzw. verbessert. Die nächste Aufgabe des Klubs besteht darin, das Blut der Brakel durch Einführung ausländischer Zuchthähne zu verbessern. Es sollen Zuchtstationen angelegt werden und diese mit den besten Hennen der Mitglieder und direkt von Belgien zu beziehenden Hähnen besetzt werden. Ferner sollen in der nächsten Brutperiode Bruteier aus den ersten belgischen Zuchtstationen bezogen werden. Die erschienenen Züchter waren sich darin einig, daß das Belgische Silber-Brakel-Huhn alle Nutzeigenschaften besitzt, um es zum Idealhuhn der deutschen Landwirtschaft werden zu lassen, und daß die bekannten Reden von der Unrentabilität der Hühnerzucht verschwinden werden, wenn nur Brakel gezüchtet würden. Und dieses Ziel zu erstreben und den Landwirt mit gutem und billigem Zuchtmaterial zu versehen, wird die weitere Aufgabe des Brakelzüchter-Klubs sein.

Wir richten an alle Züchter des edlen Brakelhuhnes die dringende Bitte, uns in diesen Bestrebungen zu unterstützen und samt und sonders ihren Beitritt dem Vorsitzenden anzuzeigen. Einigkeit macht stark und je stärker wir sind, desto mehr können wir aus uns herausgehen und unserer guten Sache zum guten Ziele verhelfen, zum Wohle unserer einheimischen Geflügelzucht.

G. Eschen, Vorsitzender

Der hier als 1. Vorsitzender genannte Gustav Eschen wird aber in späteren Veröffentlichungen nie wieder genannt, so daß davon auszugehen ist, daß schon bald Hinrich Meyer den Vorsitz übernahm. In anderen Presseberichten wird er jedenfalls bis 1914 immer wieder als 1. Vorsitzender bezeichnet.


Hinrich Meyer, Wörpedorf. Er leitete den SV bis zum Jahre 1914.

Es folgte im Jahre 1910 im Raum Westfalen die Gründung des "Verein Deutscher Brakelzüchter" unter Vorsitz von W. Witthüser, Weitmar. Dieser blieb auch Vorsitzender, als man 1914 einen Zusammenschluss von "Club" und "Verein" erreichte unter der alten und neuen Bezeichnung "Verein Deutscher Brakelzüchter". Hinrich Meyer wurde 2. Vorsitzender. Gründungstag blieb jedoch der 10. Oktober 1907.

Es gibt einige spärliche Hinweise auf einen dritten Spezialclub, der aber vermutlich nur kurzzeitig bestanden hat. Darum soll an dieser Stelle auch nicht näher darauf eingegangen werden.

Der 1. Weltkrieg brachte auch für den Sonderverein viele Nachteile und Rückschläge, aber die Zahl von 102 Mitgliedern lässt zumindest auf reges Interesse an der Brakelrasse schließen. Der einzige aus dieser Zeit überlieferte Protokolltext einer Generalversammlung vom 17.01.1915 nennt neben der Mitgliederzahl die Wiederwahl des Vorstandes mit Witthüser als 1.Vorsitzenden, Meyer als 2.Vorsitzenden sowie Geschäftsführer Kohlmann, Heudorf, und dessen Stellvertreter Busing. Bemerkenswert sind sicher folgende Sätze aus der Niederschrift: "Auf Vorschlag des Vorsitzenden wird beschlossen, den Mindestbetrag für Bruteier auf 6,00 Mark festzusetzen. Die Mitglieder werden aufgefordert, sich daran zu halten."
 

Erste gedruckte Musterbeschreibung

Hatten sich die Brakelzüchter in Deutschland bisher vorwiegend mit dem silbernen Farbenschlag befasst, so tauchten jetzt vermehrt Goldbrakel auf den Schauen auf. Dieses war u.a. ein Verdienst des Altmeisters der Goldbrakelzucht, Willy Jacob aus Frankenberg.

Der Vorsitz des Hauptvereins wechselte 1925 auf Adolf Hildebrandt, Ausacker bei Kiel, Geschäftsführer wurde Otto Hellmann aus Chemnitz. Vom Vorsitzenden Hildebrandt ist leider nicht viel überliefert. Es ist nur bekannt, daß er von 1906 bis 1934 Lehrer an der Schule von Ausacker und von 1934 an als Lehrer und Schulleiter in Friedrichsstadt tätig war. Hier ist er auch im Jahre 1955 zweiundsiebzigjährig verstorben. Der Sonderverein verdankt Hildebrandt und seinen Mitarbeitern die erste gedruckte Musterbeschreibung. Sie erschien 1925 in Heftform.

Nachdem Hildebrandt schon 1927 zurückgetreten war, wurde Hellmann für fünf Jahre Hauptvereinsvorsitzender. Er war vom Zweigverein Sachsen als Abgeordneter bei der Jahreshauptversammlung in Berlin anwesend und wurde dort am 12.06.1927 gewählt. Hellmann war im Privatleben Malermeister. Er lebte in Chemnitz, Ortsteil Altchemnitz, in der Schulstraße 88.

1932 übernahm dann Friedrich Hustadt den Vorsitz und Geschäftsführer wurde Johannes Schenzer. Ihnen sollte es vorbehalten sein, den Sonderverein in den schweren Jahren während des sog. "Dritten Reiches" zu leiten.

Die Großrasse in gold und silber, die man in Deutschland ab 1933 als "Deutsches Brakelhuhn" bezeichnete, erfreute sich weiterhin großer Beliebtheit. Der SV besaß einen Vereinszuchtstamm, der sich in Pflege von Johannes Schenzer, Bochum, befand.

Die Kriegsjahre 1939-1945 wurden auch für den Sonderverein der Züchter des Deutschen Brakelhuhnes zu einem dunklen Kapitel in der Vereinsgeschichte. Viele Züchter kehrten nicht von den Kriegsschauplätzen zurück, sämtliche Aufzeichnungen des Hauptvereines fielen einem Bombenangriff in Bochum zum Opfer, und die meisten guten Zuchten gingen verloren.

Auch der Vorsitzende Friedrich Hustadt sollte das Kriegsende nicht erleben. Er starb am 06.07.1941 im Alter von 54 Jahren. Seine Zucht wurde von seinem jüngeren Bruder Hugo weitergeführt, den SV-Vorsitz übernahm sein langjähriger Stellvertreter und Geschäftsführer Johannes Schenzer. Über die folgende Zeit bis zum Kriegsende sind sichere Angaben nicht vorhanden. Es ist aber davon auszugehen, dass Schenzer die Belange des Sondervereins während des Krieges allein vertrat. Die meisten Mitglieder waren im Kriegseinsatz und Rassegeflügelschauen so gut wie nicht durchführbar.


Neubeginn

Erste Anzeichen zum Neuaufbau eines Son­dervereins kamen aus dem Ruhrgebiet. Hugo Hustadt, der Bruder des verstorbenen Vorsitzenden, Alfred Brennscheid und Otto Poppelreuther riefen am 17. November 1946 den SV neu ins Leben.

Bochum schien wieder die Hochburg der Brakelzucht zu werden, zumal die Verbin­dungen zu den bekannten Zuchten der sogenannten "Ostzone" wegen der politischen Verhältnisse nicht aufrechterhalten werden konnten. Die dortigen Zweigvereine Sachsen und Thüringen hatten ihre eigenen Probleme und wohl noch mehr Schwierigkeiten zu überwinden als die Züchter in den westlichen Besatzungszonen.

Erst im Jahre 1951, auf der Jahreshauptversammlung während der Junggeflügelschau in Hannover, konnte man einen gewählten Vorstand präsentieren. Hauptvereinsvorsitzender wurde Max Krauß, Lüneburg, Stellvertreter Otto Poppelreuther, Kettwig, als Geschäftsführer stellte sich Jakob Burkhard aus Frankfurt zur Verfügung.
 

Zwergbrakel

Für die Zucht unserer Brakel ereignete sich in dieser Zeit etwas, was viele alte Rassen erlebt hatten und wohl schon aus diesem Grunde unausbleiblich schien.

Friedrich G. Werth­mann hatte sich seit Jahren unter Zuhilfenahme von Deutschen Zwerghühnern und großen Brakeln mit der Erzüchtung von Zwerg-Brakeln befaßt. Nach der Deutschen Junggeflügelschau 1956 wurden sie offiziell anerkannt und auch von kritischen Fachleuten als wertvolle Bereicherung der deutschen Rassegeflügelzucht angesehen.

Die Neuzüchtung war das rechte Geschenk zum Jubiläumsjahr 1957. Im Jahre 1957 wurde übrigens auch zum ersten Mal in der SV-Geschichte eine Sommerveranstaltung durchgeführt.

Das Jubiläumsjahr brachte aber noch weiteres Erfreuliches. Unter den Glückwünschen war auch ein Schreiben aus dem anderen Teil Deutschlands. Die Zuchtfreunde der SZG Brakel aus der damaligen DDR hatten sich an das Jubiläum erinnert und schickten einen Brief und einen Zuchtpreis.

Man bedankte sich und brachte den Preis in Köln zur Vergabe. Außerdem wurden vier Urkunden für verdiente Mitglieder aus der gemeinsamen Vorkriegszeit in die DDR geschickt. Mehr ließ die innerdeutsche Grenze nicht zu. Ein Besuch wäre wohl kaum möglich gewesen.

Nach Jahren guter Arbeit und Vorstandstätigkeit erkrankte Vorsitzender Kraus, so daß er 1964 nicht wieder kandidierte. Für ihn und den seit einiger Zeit tätigen 2. Vorsitzenden Ewald Dembergmeier, Herford, wählte die Versammlung anläßlich der 46. Nationalen in Frankfurt Heinrich Laumerich, Vehrte, als 1. Vorsitzenden und Wilhelm Fenchel, Dietzenbach, als seinen Stellvertreter. Geschäftsführer blieb noch für ein Jahr Jakob Burkhard. Dann trat auch er aus gesundheitlichen Gründen zurück und wurde von Rudolf Ufer, Leverkusen, abgelöst.
 

Auflösung der Bezirke

Das Jahr 1965 war ein Meilenstein in der Ge­schichte des SV. Auf der Jahreshauptversammlung während der Deutschen Junggeflügelschau in Hannover wurde einstimmig die Auflösung der Bezirke und die Zusammenfassung aller Brakelzüchter der Bundesrepublik zu einem gesamten Sonderverein beschlossen.

Da der SV an einer größeren Verbreitung der Zwerg-Brakel interessiert war, beschloß man 1972 eine Ergänzung des Vereinsnamens in "Sonderverein der Züchter des Deutschen Brakelhuhnes und Zwerg-Brakelhuhnes".

1975, trat Heinrich Laumerich aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt als Vereinsvorsitzender zurück. Die Versammlung während der Sommertagung in Bensheim-Gronau wählte daraufhin Zuchtfreund Helmut Maurer, Waibstadt, zum neuen 1. Vorsitzenden.

Schon seit einiger Zeit wurde die Neuzüchtung Zwerg-Brakel, gold, betrieben. Hieran beteiligten sich mehrere Züchter. Zu nennen sind hier vor allem Hannß Violet Schwiegk, Bovenden, Erich Stürenburg, Norden, und Josef Zettel, Reichelsheim.

Der Vorstand des SV veränderte sich in den nächsten Jahren auf einigen Positionen. Für den im Jahre 1977 verstorbenen 2. Vorsitzenden Wilhelm Fenchel, Dietzenbach wählte man auf der Versammlung in Daisbach Herbert Selmer, Winsen, und nach dem Rücktritt von Johannes Wiesemann, 1980, wurde Helmut Barteldrees, Bielefeld, Geschäftsführer des SV. Das zwischenzeitlich verwaiste Amt des Obmannes für Zwerge übernahm ab 1980 Vorsitzender Helmut Maurer.

Höhepunkt in der Geschichte des SV war zweifellos das 75jährige Jubiläum im Jahre 1982. Jeder Aus­steller oder Teilnehmer einer Versammlung oder der Sommertagung erhielt einen zinnernen Erinnerungsteller. Der BDRG stellte als Jubiläumsgabe eine Bundesmedaille zur Ver­fügung. Die SV-Verbände und viele Mitglieder stifteten Ehrenpreise.

Vom Geschäftsführer Barteldrees wurde eine Vereinschronik verfaßt und mit vielen Rasseberichten und Fotos zu einer Broschüre zusam­mengestellt. Sie trug den Titel "Die Brakel, Beiträge zur Geschichte, Zucht und Haltung einer alten Landhuhnrasse."
 

Vereinigung

Die politischen Annäherungen zwischen Ost und West in Europa ergaben auch für die Brakelzüchter die Möglichkeit, wieder zusammenzuwachsen. Erste Kontakte wurden per Brief zwischen den Geschäfts­führern Barteldrees, SV, und Klotzsche, SZG, im Frühjahr 1990 hergestellt. Eine gute Gelegenheit für ein Treffen ergab sich bei der Sommertagung am 19. und 20. Mai in Bielefeld. Hieran nahmen von der SZG die Familien Günter Klotzsche, Medingen, und Max Nagel, Wartha, sowie der SZG-Vorsitzende Heinz Ulrich, Schmalkalden, teil.

Dieses war nach über 40 Jahren der erste Besuch von SZG-Mitgliedern in Westdeuschland und erst durch die veränderten politischen Verhältnisse möglich geworden, die dann am 3. Oktober 1990 zur Wiedervereinigung beider deutscher Staaten führten.

Ganz ähnlich wie im westlichen Teil Deutschlands hatte sich auch in der sogenannten "Ostzone" nach dem zweiten Weltkrieg eine Neuformierung des Sondervereins vollzogen.

In diesem Gebiet hatte es schon immer zwei starke Zweigvereine der Brakelzüchter gegeben, Sachsen und Thüringen. Die mitgliederstärkeren Sachsen unternahmen in dieser Zeit den ersten Versuch, sich wieder im Sonderverein zusammenzufinden. In Sachsen ist vor allem Paul Werner, Weißig, zu nennen, in Thüringen Albert Knies, Ansbach.

In den fünfziger Jahren wurde die Bezeichnung Sonderverein durch den Begriff "Spezialzuchtgemeinschaft", kurz SZG ersetzt, und es fand eine Verschmelzung der Bezirke Thüringen und Sachsen statt.

Gemeinsamer Vorsitzender, jetzt Obmann genannt, wurde zunächst Albert Schenker, Meerane von 1956-1965. Danach übernahm Ernst Richter, Sohland, das Amt bis 1989. Ihm folgten für ein Jahr Heinz Ulrich, Schmalkalden und Günter Klotzsche, Medingen, der den Zusammenschluss mit dem westlichen SV durchführte.

Nachdem die Vereinigung von SZG und SV von den Vorständen vorbereitet worden war, wurde diese am 26.05.1991 bei der Sommertagung in Hartenstein durch einstimmigen Mitgliederbeschluss offiziell vollzogen. Mit den 31 hin­zugekommenen SZG-Mitgliedern zählte der SV jetzt 125 Züchter. Der Vorstand wurde wie geplant um 3 Personen erweitert: Stellvertretender Geschäftsführer Günter Klotzsche, Medingen, Zuchtwart Kurt Mangold, Herges-Hallenberg, und Beisitzer Lothar Albrecht, Viernau. Neuer Obmann für Zwerge wurde Karl Zohns, Uelleben, Miterzüchter der Zwergbrakel in der DDR.

Zur Erinnerung an diesen denkwürdigen Tag ließ der Verein Keramikteller anfertigen. Sie trugen die Aufschrift: "Vereinigung der Brakelzüchter in Deutschland, Hartenstein, 26.05.1991."

Was uns in über vierzig Jahren verbunden hatte, half auch in Hartenstein, Brücken zu schlagen: Unser gemeinsames Hobby, die Brakelzucht.


Bereiteten die Vereinigung der Brakelzüchter in Deutschland im Jahre 1991 vor: (von links)
Rainer Vettermann, Zschocken (SZG), Kurt Mangold, Hergeshallenberg (SZG), Helmut Barteldrees, Bielefeld (SV), Helmut Maurer, Waibstadt (SV), Lothar Albrecht, Viernau (SZG), Günter Klotzsche, Medingen (SZG), Karl Zohns, Uelleben (SZG), Herbert Selmer, Winsen (SV).

 

Verjüngung des Vorstandes

Ein sehr trauriger Abschnitt in der Vereinsgeschichte sollte das Jahr 1998 werden. Der erst 57 Jahre alte 1. Vorsitzende Helmut Maurer, Waibstadt, starb am 15. Mai nach schwerer Krankheit, aber doch plötzlich und unerwartet. Ihm folgte nach nur wenigen Tagen der bisherige 2. Vorsitzende Herbert Selmer, Winsen. Beide hinterließen eine schmerzliche Lücke im Sonderverein.

Helmut Maurer war seit 1966 Mitglied und seit 1975 SV-Vorsitzender, Herbert Selmer Mitglied im SV seit 1968.

Bei der nächsten JHV, am 15.05.99 in Ostheim vor der Rhön, gab es dann den notwendig gewordenen Wechsel im Vorsitz. Die Versammlung schlug hierfür den Sohn des verstorbenen Vorsitzenden, Uwe Maurer, Waibstadt, vor und wählte ihn anschließend einstimmig.


Uwe Maurer, Waibstadt.
SV- Vorsitzender seit 1999

Das Jahr 2005 brachte dann wieder eine Verjüngung des Vorstandes. Der langjährige Geschäftsführer Helmut Barteldrees, Bielefeld, kandidierte nicht wieder, da er das Amt nach 25 Jahren in jüngere Hände legen wolle. Die Versammlung wählte daraufhin den bisherigen stellvertretenden Geschäftsführer Norbert Preis, Bauerbach. Neuer Stellvertreter wurde Heinz Thiel, Leutersdorf.

Der Sonderverein der Züchter des Brakelhuhnes und Zwergbrakelhuhnes ist stolz auf seine einhundertjährige Geschichte. Das aus Belgien stammende Brakelhuhn und das in Deutschland entstandene Zwergbrakelhuhn haben ihren festen Platz in der deutschen Rassegeflügelzucht. Diesen Platz zu behaupten und auszubauen sollte Aufgabe künftiger Züchtergenerationen sein.

Wer mehr über den SV und seine Geschichte wissen möchte, wende sich bitte an den SV-Vorsitzenden Uwe Maurer, Hoffenheimer Str. 28, 74915 Waibstadt. Er kann dort eine vollständige Chronik bekommen.

Helmut Barteldrees